Abnehmspritzen: Was Semaglutid, Tirzepatid und die neue Generation wirklich leisten.
Wie die Medikamente wirken, wie viel Gewicht Menschen in Studien verloren haben, welche Nebenwirkungen bekannt sind und was nach dem Absetzen passiert. Ohne Werbung und ohne Panikmache.

Kaum ein medizinisches Thema ist in den letzten Jahren so bekannt geworden wie die „Abnehmspritze“. Namen wie Ozempic, Wegovy und Mounjaro kennen inzwischen auch Menschen, die nie mit Diabetes oder Adipositas zu tun hatten. In sozialen Netzwerken kursieren Vorher-nachher-Bilder, gleichzeitig wird über Nebenwirkungen, Muskelverlust, Kosten und das Absetzen gestritten.
Dieser Artikel ordnet ein, was die Studien tatsächlich zeigen. Er nimmt keine Position für oder gegen eine Behandlung ein. Ob ein Medikament für dich infrage kommt, kann nur deine Ärztin oder dein Arzt entscheiden.
Wichtig vorab: Alle Prozentwerte in diesem Artikel sind Mittelwerte aus Studien. Sie sagen nicht voraus, wie viel eine einzelne Person abnimmt. Manche verlieren deutlich mehr, manche deutlich weniger.
1. Was ist eine „Abnehmspritze“?
„Abnehmspritze“ ist kein Fachbegriff. Gemeint sind vor allem Medikamente, die in hormonelle Signalwege eingreifen. Diese Signalwege steuern unter anderem Appetit, Sättigung, Magenentleerung, Insulinausschüttung und Blutzucker. Inzwischen gibt es denselben Wirkstoff auch als Tablette. Das Wort „Spritze“ passt also nicht einmal mehr ganz.
| Wirkstoff | Wirkt auf | Stand in der EU |
|---|---|---|
| Semaglutid | GLP-1-Rezeptor | Zugelassen zum Gewichtsmanagement als Wegovy: Spritze einmal pro Woche, seit Juli 2026 auch Tablette einmal täglich. Ozempic enthält denselben Wirkstoff, ist aber für Typ-2-Diabetes zugelassen. |
| Tirzepatid | GIP- und GLP-1-Rezeptor | Zugelassen als Mounjaro, Spritze einmal pro Woche, für Typ-2-Diabetes und zum Gewichtsmanagement. |
| Retatrutid | GIP-, GLP-1- und Glukagon-Rezeptor | In klinischen Studien, nirgends zugelassen. |
| Orforglipron | GLP-1-Rezeptor (Tablette, kein Eiweißbaustein) | In der EU nicht zugelassen. In den USA seit 1. April 2026 als Foundayo zugelassen. |
Semaglutid wird deshalb als GLP-1-Rezeptoragonist bezeichnet, Tirzepatid als dualer GIP-/GLP-1-Rezeptoragonist und Retatrutid als Dreifach-Agonist.
2. Wie wirken Semaglutid und Tirzepatid?
Nach dem Essen schüttet der Darm verschiedene Botenstoffe aus, darunter die sogenannten Inkretine GLP-1 und GIP. GLP-1 beeinflusst unter anderem:
- die Insulinausschüttung, abhängig vom Blutzucker,
- die Freisetzung von Glukagon,
- wie schnell sich der Magen leert,
- Hunger, Sättigung und damit, wie viel jemand isst.

Semaglutid ahmt bestimmte Wirkungen von GLP-1 nach. Tirzepatid spricht zusätzlich den GIP-Rezeptor an. Die EMA beschreibt die Wirkung von Semaglutid so: Es erhöht das Sättigungsgefühl und verringert Nahrungsaufnahme, Hunger und Heißhunger. Die Medikamente sind also keine „Fettverbrenner“. Das Gewicht sinkt vor allem, weil Menschen weniger essen, also weniger Energie aufnehmen. Dazu kommen Effekte auf den Stoffwechsel, die je nach Wirkstoff unterschiedlich sind.
3. Wie viel Gewicht verlieren Menschen in Studien?
Die Studien liefen jeweils über mehr als ein Jahr. In den Studien zu Semaglutid, Tirzepatid und Orforglipron bekamen alle Teilnehmenden (auch in den Placebo-Gruppen) zusätzlich Unterstützung bei Ernährung und Bewegung.
| Studie | Wirkstoff und Dosis | Dauer | Gewicht im Mittel | Placebo |
|---|---|---|---|---|
| STEP 1 | Semaglutid 2,4 mg, Spritze | 68 Wochen | −14,9 % | −2,4 % |
| STEP UP | Semaglutid 7,2 mg, Spritze | 72 Wochen | −18,7 % | −3,9 % |
| OASIS 4 | Semaglutid 25 mg, Tablette | 64 Wochen | −13,6 % | −2,2 % |
| SURMOUNT-1 | Tirzepatid 5 / 10 / 15 mg | 72 Wochen | −15,0 / −19,5 / −20,9 % | −3,1 % |
| TRIUMPH-1 | Retatrutid 4 / 9 / 12 mg | 80 Wochen | −17,6 / −23,7 / −25,0 % | −3,9 % |
| ATTAIN-1 | Orforglipron 6 / 12 / 36 mg, Tablette | 72 Wochen | −7,5 / −8,4 / −11,2 % | −2,1 % |
In STEP 1 erreichten unter Semaglutid 86,4 Prozent der Teilnehmenden mindestens 5 Prozent Gewichtsverlust, unter Placebo 31,5 Prozent. In SURMOUNT-1 verloren 57 Prozent der Gruppe mit 15 mg Tirzepatid mindestens ein Fünftel ihres Gewichts, unter Placebo 3 Prozent.
Warum es unterschiedliche Zahlen gibt: Studien werten auf zwei Arten aus. Die Zahlen in der Tabelle zählen alle Teilnehmenden mit, auch wer die Behandlung abgebrochen hat. Hersteller nennen in Pressemitteilungen oft die höhere Zahl für diejenigen, die das Medikament durchgehend genommen haben. Bei Retatrutid sind das zum Beispiel 28,3 statt 25,0 Prozent. Beide Zahlen stimmen, beantworten aber verschiedene Fragen.
Die Studien lassen sich nur eingeschränkt untereinander vergleichen. Teilnehmende, Dauer und Dosierung unterscheiden sich.
4. Tirzepatid gegen Semaglutid: Mounjaro und Wegovy im direkten Vergleich
Genau deshalb ist die Studie SURMOUNT-5 interessant. Hier wurden 751 Erwachsene mit Adipositas ohne Diabetes direkt auf Tirzepatid oder Semaglutid verteilt, jeweils in der höchsten Dosis, die sie vertrugen. Nach 72 Wochen lag der mittlere Gewichtsverlust bei 20,2 Prozent unter Tirzepatid und 13,7 Prozent unter Semaglutid. Auch der Taillenumfang sank unter Tirzepatid stärker: um 18,4 gegenüber 13,0 Zentimetern.
Zwei Einschränkungen: Die Studie war offen, die Teilnehmenden wussten also, welches Medikament sie bekamen. Und sie wurde vom Hersteller von Tirzepatid finanziert. Aus dem Ergebnis folgt außerdem nicht, dass Tirzepatid für jeden Menschen die bessere Wahl ist. Eine Therapieentscheidung berücksichtigt auch Begleiterkrankungen, Verträglichkeit, andere Medikamente und persönliche Ziele.
5. Verliert man mit der Abnehmspritze nur Fett?
Nein. Wer deutlich abnimmt, verliert grundsätzlich auch sogenannte Magermasse, egal ob mit oder ohne Medikament. Eine Teilstudie von SURMOUNT-1 hat die Körperzusammensetzung von 160 Teilnehmenden per DXA-Messung untersucht. Ergebnis nach 72 Wochen:
- Unter Tirzepatid sank das Gewicht um 21,3 Prozent, die Fettmasse um 33,9 Prozent und die Magermasse um 10,9 Prozent.
- Vom verlorenen Gewicht waren etwa 75 Prozent Fett und 25 Prozent Magermasse.
- Dieses Verhältnis war in der Placebo-Gruppe genauso. Dort nahmen die Teilnehmenden nur insgesamt viel weniger ab.

Magermasse ist nicht dasselbe wie Muskelmasse. Dazu gehören auch Wasser, Organe und anderes Gewebe. Die Aussage „ein Viertel des Gewichtsverlusts sind Muskeln“ lässt sich aus diesen Daten deshalb nicht ableiten. Ebenso wenig stimmt „die Medikamente zerstören Muskeln“ oder „Muskelverlust spielt keine Rolle“. Die Körperzusammensetzung ist ein wichtiges Forschungsthema, gerade bei älteren Menschen und bei sehr großem Gewichtsverlust. Eine Fachgesellschaften-Empfehlung aus den USA nennt ausreichend Eiweiß und Krafttraining als Prioritäten während der Behandlung (mehr dazu in Abschnitt 10).
6. Abnehmspritze absetzen: Was passiert danach?
Diese Frage gehört zu den wichtigsten Ergebnissen der bisherigen Forschung.
Semaglutid: STEP 1 nach dem Ende der Behandlung
Nach den 68 Wochen wurden Medikament und Lebensstil-Programm beendet. 327 Teilnehmende wurden ein weiteres Jahr beobachtet. Sie hatten unter Semaglutid im Mittel 17,3 Prozent abgenommen. Ein Jahr nach dem Absetzen hatten sie davon 11,6 Prozentpunkte wieder zugenommen, also rund zwei Drittel. Unterm Strich blieben 5,6 Prozent weniger Gewicht als zu Beginn. Auch die meisten Herz-Kreislauf- und Stoffwechselwerte, die sich zuvor verbessert hatten, bewegten sich wieder in Richtung der Ausgangswerte.
Tirzepatid: SURMOUNT-4
Hier nahmen alle Teilnehmenden zunächst 36 Wochen Tirzepatid und verloren dabei im Mittel 20,9 Prozent. Danach wurden sie per Los aufgeteilt: Eine Gruppe blieb beim Medikament, die andere bekam unbemerkt Placebo. In den folgenden 52 Wochen nahm die Placebo-Gruppe im Mittel 14,0 Prozent wieder zu, die Tirzepatid-Gruppe nahm weitere 5,5 Prozent ab.
Warum das Gewicht zurückkommt
Das ist kein Sonderfall dieser Medikamente. Nach einer deutlichen Gewichtsabnahme stellt sich der Körper um: Hunger, Sättigung und Energieverbrauch verändern sich. Bei GLP-1-Medikamenten fällt nach dem Absetzen zusätzlich die Unterstützung bei der Appetitregulation weg. Die Absetzstudien zeigen deshalb ein einheitliches Muster. Wie es bei einer einzelnen Person weitergeht, lässt sich trotzdem nicht vorhersagen.
Daraus folgt nicht, dass jeder die Medikamente lebenslang nehmen muss. Wer langfristig behandelt werden sollte und wie eine gute Erhaltungstherapie aussieht, ist noch offen.
7. Adipositas als chronische Erkrankung
Die Medizin betrachtet Adipositas heute nicht mehr als reine Frage von Ernährung und Willenskraft. Biologische, genetische, stoffwechselbedingte, verhaltensbezogene und umweltbedingte Faktoren spielen zusammen.
Am 1. Dezember 2025 hat die Weltgesundheitsorganisation erstmals eine Leitlinie zu GLP-1-Medikamenten bei Adipositas veröffentlicht. Die WHO beschreibt Adipositas darin als chronische, wiederkehrende Erkrankung, von der weltweit mehr als eine Milliarde Menschen betroffen sind. Sie spricht zwei Empfehlungen aus, beide nur bedingt:
- Erwachsene mit Adipositas können GLP-1-Medikamente als Langzeitbehandlung erhalten, ausgenommen Schwangere.
- Wer sie bekommt, kann zusätzlich ein intensives Programm zu Ernährung und Bewegung erhalten.
Als Gründe für die Einschränkung nennt die WHO begrenzte Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit auf lange Sicht, offene Fragen zu Erhaltung und Absetzen, die Kosten, unvorbereitete Gesundheitssysteme und die Frage, wer überhaupt Zugang bekommt. Medikamente sollen ausdrücklich nicht allein stehen.
8. Nicht nur das Gewicht kann sich verändern
Die Forschung fragt zunehmend nicht nur, wie viele Kilogramm ein Medikament bringt, sondern ob es Krankheiten verhindert.
Herz und Kreislauf: die SELECT-Studie
SELECT untersuchte 17.604 Erwachsene ab 45 Jahren mit bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung und Übergewicht oder Adipositas, aber ohne Diabetes. Sie bekamen Semaglutid 2,4 mg oder Placebo und wurden im Mittel 39,8 Monate beobachtet. Gezählt wurde, wer an einer Herz-Kreislauf-Ursache starb oder einen nicht tödlichen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte.
SELECT: Herz-Kreislauf-Ereignisse
6,5 % gegenüber 8,0 %
unter Semaglutid gegenüber Placebo. Das entspricht einer relativen Risikosenkung von etwa 20 Prozent (Hazard Ratio 0,80). Absolut sind es 1,5 Prozentpunkte über gut drei Jahre.
Diese Zahl gilt nur für die untersuchte Gruppe mit bereits bestehender Herzerkrankung. Sie bedeutet nicht, dass jeder Mensch mit Übergewicht durch Semaglutid ein um 20 Prozent geringeres Herzinfarktrisiko hat. Für den Herz-Kreislauf-Tod allein war der Unterschied nicht eindeutig (Hazard Ratio 0,85, statistisch nicht gesichert). Und: 16,6 Prozent brachen die Behandlung wegen Nebenwirkungen ab, unter Placebo 8,2 Prozent. Für Tirzepatid läuft eine vergleichbare Studie bei Menschen mit Adipositas (SURMOUNT-MMO); ihr Abschluss ist laut Studienregister für Oktober 2027 geplant.
Typ-2-Diabetes
Bei der Diabetes-Vorbeugung muss man genau hinschauen. Bessere Blutzuckerwerte sind etwas anderes als tatsächlich verhinderte Diabetes-Fälle. Für Tirzepatid gibt es inzwischen Daten zur zweiten, härteren Frage: In SURMOUNT-1 wurden 1.032 Teilnehmende mit Prädiabetes drei Jahre lang behandelt. Unter Tirzepatid erhielten 1,3 Prozent die Diagnose Typ-2-Diabetes, unter Placebo 13,3 Prozent. 17 Wochen nach dem Absetzen waren es 2,4 gegenüber 13,7 Prozent.
Schlafapnoe, Herzschwäche und Kniearthrose
Adipositas hängt eng mit nächtlichen Atemaussetzern (obstruktive Schlafapnoe) zusammen. Für Tirzepatid gibt es dazu Studiendaten. Die EMA hat dafür im Dezember 2024 aber keine eigene Zulassung erteilt: Schlafapnoe zählt bereits zu den Begleiterkrankungen, bei denen Mounjaro zum Gewichtsmanagement eingesetzt werden kann. Die Studienergebnisse stehen in der Fachinformation. Genauso entschied die EMA im Januar 2026 bei einer Form der Herzschwäche (HFpEF). Retatrutid senkte in TRIUMPH-1 die Zahl der Atemaussetzer pro Stunde und Schmerzen bei Kniearthrose stärker als Placebo.
Auch hier gilt: Ein besserer Messwert, etwa weniger Atemaussetzer pro Stunde, beweist noch nicht, dass auch alle Langzeitfolgen der Erkrankung seltener werden.
9. Nebenwirkungen und Risiken der Abnehmspritze
Häufig: Magen und Darm
Am häufigsten sind Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, vor allem in der Phase, in der die Dosis gesteigert wird. Das passt zur Wirkung, denn die Medikamente verlangsamen unter anderem die Magenentleerung. Die Fachinformationen nennen für die Zulassungsstudien diese Häufigkeiten:
| Beschwerde | Semaglutid 2,4 mg | Tirzepatid 5 / 10 / 15 mg |
|---|---|---|
| Übelkeit | 43,9 % (Placebo 16,1 %) | 24,6 / 33,3 / 31,0 % (Placebo 9,5 %) |
| Durchfall | 29,7 % (Placebo 15,9 %) | 18,7 / 21,2 / 23,0 % (Placebo 7,3 %) |
| Erbrechen | 24,5 % (Placebo 6,3 %) | sehr häufig (mehr als 1 von 10) |
| Verstopfung | 24,2 % (Placebo 11,1 %) | sehr häufig (mehr als 1 von 10) |
Die meisten Beschwerden waren leicht bis mittelschwer und gingen vorüber. Unter Semaglutid dauerte Übelkeit im Mittel 8 Tage, Verstopfung dagegen 47 Tage. Wegen Magen-Darm-Beschwerden brachen in den Semaglutid-Studien 4,3 Prozent die Behandlung ab, unter Tirzepatid je nach Dosis 1,9 bis 4,4 Prozent.
Seltener, aber ernst
Die Fachinformationen nennen außerdem Risiken, die seltener sind, aber ärztlich beachtet werden müssen:
- Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis): Bei starken, anhaltenden Bauchschmerzen muss das Medikament abgesetzt und ärztlich abgeklärt werden.
- Gallensteine und Gallenblasenentzündung: Sie treten bei schneller Gewichtsabnahme häufiger auf. Unter Semaglutid wurden Gallensteine bei 1,6 Prozent gemeldet, unter Placebo bei 1,1 Prozent.
- Flüssigkeitsmangel: Erbrechen und Durchfall können zu Dehydrierung führen und selten die Nierenfunktion verschlechtern.
- Narkose: Weil der Magen sich langsamer leert, wurden bei Vollnarkose oder tiefer Sedierung Fälle von Aspiration berichtet: Mageninhalt gelangt in die Lunge. Vor einer Operation oder Magenspiegelung gehört das Medikament deshalb ins Aufklärungsgespräch.
- Sehnerv (NAION): Die EMA stuft eine Durchblutungsstörung des Sehnervs seit 2025 als sehr seltene Nebenwirkung von Semaglutid ein, bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten. Bei plötzlichem Sehverlust sofort ärztlich abklären lassen.
- Unterzuckerung: vor allem in Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen bei Typ-2-Diabetes.
- Haarausfall: unter Semaglutid 2,4 mg bei 2,5 Prozent (Placebo 1,0 Prozent), häufiger bei großer Gewichtsabnahme.
- Veränderte Hautempfindung: Kribbeln oder Hautschmerzen bei 2,1 Prozent unter Semaglutid 2,4 mg, unter der hohen Dosis von 7,2 mg aber bei 21,6 Prozent.
Schwangerschaft
In der Schwangerschaft sollen die Medikamente nicht angewendet werden. Wegen der langen Wirkdauer soll Semaglutid laut Fachinformation mindestens 2 Monate, Tirzepatid mindestens 1 Monat vor einer geplanten Schwangerschaft abgesetzt werden.
Das persönliche Risiko hängt vom Wirkstoff, der Dosis, Vorerkrankungen und anderen Medikamenten ab. Deshalb sind alle diese Mittel verschreibungspflichtig und gehören in ärztliche Begleitung.
10. Ernährung mit Abnehmspritze: Essen während der Behandlung

Wer wenig Appetit hat, isst oft deutlich weniger, manchmal so wenig, dass wichtige Nährstoffe zu kurz kommen. Eine gemeinsame Empfehlung von vier US-Fachgesellschaften für Ernährung und Adipositasmedizin aus dem Jahr 2025 nennt deshalb unter anderem diese Prioritäten: Magen-Darm-Beschwerden ernährungsmedizinisch begleiten, Nährstoffmängeln vorbeugen und Muskeln und Knochen durch Krafttraining und passende Ernährung erhalten.
Für gesunde Erwachsene empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 0,8 Gramm Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht am Tag, ab 65 Jahren schätzt sie 1,0 Gramm als angemessen. Wie viel Eiweiß während einer medikamentösen Behandlung sinnvoll ist, sprichst du am besten mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft ab. Eiweißreiche Gerichte findest du im Kochbuch unter „Viel Eiweiß“.
Praktisch heißt das: lieber kleinere Portionen, die trotzdem Eiweiß, Gemüse und Vollkorn enthalten, und genug trinken, besonders bei Durchfall oder Erbrechen.
11. Für wen ist die Abnehmspritze zugelassen?
Die Medikamente sind nicht für jeden gedacht, der ein paar Kilo verlieren möchte. Wegovy und Mounjaro sind in der EU zum Gewichtsmanagement zugelassen für Erwachsene mit:
- einem BMI ab 30 (Adipositas) oder
- einem BMI ab 27 mit mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung, etwa Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung, Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes, Schlafapnoe oder Herz-Kreislauf-Erkrankung.
Die Wegovy-Spritze ist außerdem für Jugendliche ab 12 Jahren mit Adipositas und mehr als 60 kg Körpergewicht zugelassen, die Tablette nur für Erwachsene. Immer gilt: zusätzlich zu einer kalorienreduzierten Ernährung und mehr Bewegung.
Der BMI ist ein wichtiges Kriterium, beschreibt einen Menschen aber nicht vollständig. Begleiterkrankungen, der bisherige Gewichtsverlauf, andere Medikamente und die Verträglichkeit spielen ebenso eine Rolle. Die Entscheidung trifft deshalb die Ärztin oder der Arzt.
Ozempic, Wegovy und Mounjaro sind nicht dasselbe
Die Namen werden oft durcheinandergeworfen. Ozempic und Wegovy enthalten beide Semaglutid, sind aber für verschiedene Zwecke zugelassen und unterschiedlich dosiert: Ozempic für Typ-2-Diabetes, Wegovy zum Gewichtsmanagement. Mounjaro enthält Tirzepatid. Entscheidend ist also nicht nur der Wirkstoff, sondern die Zulassung des jeweiligen Arzneimittels.
Warum die Dosis langsam steigt
Beide Medikamente beginnen mit einer niedrigen Dosis, vor allem damit Magen und Darm sie besser vertragen:
- Wegovy (Spritze): Start mit 0,25 mg pro Woche, alle 4 Wochen eine Stufe höher, nach 16 Wochen die Erhaltungsdosis von 2,4 mg. Seit Juli 2026 ist bei einem BMI ab 30 eine Steigerung auf 7,2 mg möglich.
- Mounjaro: Start mit 2,5 mg pro Woche, nach 4 Wochen 5 mg, danach bei Bedarf in Schritten von 2,5 mg, jeweils frühestens nach 4 Wochen. Erhaltungsdosis 5, 10 oder 15 mg.
Eine höhere Dosis ist nicht automatisch die bessere. Sie muss Wirkung und Verträglichkeit verbinden.
12. Kosten: Was zahlt die Krankenkasse, und wo kaufen?
In Deutschland schließt das Sozialgesetzbuch (§ 34 SGB V) Arzneimittel zur Gewichtsreduktion von der Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen aus. Das gilt auch für Wegovy und Mounjaro, wenn sie zum Abnehmen verordnet werden. Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hat diesen Ausschluss 2026 in einem Eilverfahren bestätigt. Wer die Medikamente zum Abnehmen bekommt, zahlt sie in der Regel selbst. Bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes gelten andere Regeln.
Finger weg von Angeboten ohne Rezept. 2023 tauchten in der EU gefälschte Ozempic-Pens bei Großhändlern auf, mit deutscher Beschriftung. Die EMA warnte damals ausdrücklich. Echte Medikamente bekommst du nur mit ärztlichem Rezept in der Apotheke.
13. Die nächste Generation: Wegovy-Tablette, Orforglipron und Retatrutid
Retatrutid: drei Angriffspunkte
Retatrutid spricht gleichzeitig den GIP-, den GLP-1- und den Glukagon-Rezeptor an. Die Phase-3-Studie TRIUMPH-1 mit 2.339 Erwachsenen mit Adipositas ohne Diabetes wurde am 29. September 2026 im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Nach 80 Wochen lag der mittlere Gewichtsverlust je nach Dosis bei 17,6 bis 25,0 Prozent, unter Placebo bei 3,9 Prozent. Die häufigsten Nebenwirkungen betrafen auch hier Magen und Darm.
So beeindruckend das klingt: Ein positives Studienergebnis ist keine Zulassung. Wirksamkeit, Sicherheit, die Prüfung durch die Behörden und die Zulassung sind getrennte Schritte. Retatrutid ist bislang nirgends zugelassen.
Die „Abnehmspritze“ wird zur Tablette
Seit dem 15. Juli 2026 ist Wegovy in der EU auch als Tablette zugelassen, laut EMA als erstes GLP-1-Medikament zum Gewichtsmanagement zum Schlucken. Die Tablette wird einmal täglich nüchtern genommen, nach mindestens 8 Stunden ohne Essen; danach heißt es 30 Minuten warten, bevor man isst, trinkt oder andere Medikamente nimmt. In den USA ist mit Orforglipron außerdem eine Tablette mit einem anderen Wirkstoff zugelassen, in der EU noch nicht.
Die Entwicklung lässt sich grob so zusammenfassen: erst GLP-1, dann GLP-1 und GIP, jetzt GLP-1, GIP und Glukagon. Ob ein größerer Gewichtsverlust auch zu einem größeren Nutzen für die Gesundheit führt, müssen Langzeitstudien erst zeigen.
14. Was noch nicht geklärt ist
- Sicherheit auf Jahrzehnte: Es gibt umfangreiche Studiendaten, aber eine jahrzehntelange Behandlung lässt sich mit wenigen Jahren Beobachtung nicht vollständig beurteilen. Die Überwachung nach der Zulassung bleibt wichtig. Die NAION-Einstufung von 2025 ist ein Beispiel dafür.
- Dauer der Behandlung: Nach dem Absetzen kommt oft Gewicht zurück. Wer dauerhaft behandelt werden sollte, ist offen.
- Gewicht halten: Wie sich ein erreichtes Gewicht am besten hält, wird noch untersucht: mit geringerer Dosis, anderem Wirkstoff, Lebensstil oder einer Kombination.
- Wer profitiert von welchem Wirkstoff: Nicht jeder spricht gleich gut an. Künftige Forschung will vorhersagen, wer auf welches Medikament besonders gut reagiert.
Was heute als gesichert gelten kann
- Semaglutid und Tirzepatid führen bei Menschen mit Adipositas oder Übergewicht mit Begleiterkrankung im Mittel zu einem deutlichen Gewichtsverlust.
- Tirzepatid führte im direkten Vergleich SURMOUNT-5 zu einem größeren mittleren Gewichtsverlust als Semaglutid.
- Semaglutid senkte in SELECT bei Menschen mit bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung und Übergewicht das Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse relativ um etwa 20 Prozent.
- Tirzepatid senkte in SURMOUNT-1 bei Menschen mit Prädiabetes über drei Jahre die Zahl neuer Diabetes-Fälle deutlich.
- Nach dem Absetzen kommt bei vielen ein großer Teil des verlorenen Gewichts zurück.
- Der Gewichtsverlust besteht nicht nur aus Fett; auch Magermasse nimmt ab.
- Magen-Darm-Beschwerden sind sehr häufig, ernste Nebenwirkungen selten, aber bekannt.
- Retatrutid erreichte 2026 in einer Phase-3-Studie bis zu 25 Prozent mittleren Gewichtsverlust nach 80 Wochen und ist nicht zugelassen.
- Semaglutid gibt es in der EU seit Juli 2026 auch als Tablette zum Gewichtsmanagement.
Häufige Fragen
Kann ich mir eine Abnehmspritze einfach verschreiben lassen?
Nur wenn die Voraussetzungen der Zulassung erfüllt sind (in der Regel ein BMI ab 30 oder ab 27 mit Begleiterkrankung) und deine Ärztin oder dein Arzt die Behandlung für sinnvoll hält. Es ist immer eine ärztliche Entscheidung.
Was ist der Unterschied zwischen Wegovy und Mounjaro?
Wegovy enthält Semaglutid und wirkt am GLP-1-Rezeptor. Mounjaro enthält Tirzepatid und wirkt zusätzlich am GIP-Rezeptor. Im direkten Vergleich SURMOUNT-5 lag der mittlere Gewichtsverlust nach 72 Wochen bei 20,2 Prozent unter Tirzepatid und 13,7 Prozent unter Semaglutid. Die Studie war offen und vom Hersteller von Tirzepatid finanziert. Für jeden Menschen die bessere Wahl ist Tirzepatid damit nicht; das entscheidet die Ärztin oder der Arzt (Abschnitt 4).
Ist Ozempic eine Abnehmspritze?
Ozempic enthält zwar Semaglutid, ist aber für Typ-2-Diabetes zugelassen. Zum Gewichtsmanagement ist Wegovy zugelassen, mit eigener Dosierung.
Nimmt man mit der Spritze ohne Ernährungsumstellung ab?
In allen Zulassungsstudien bekamen die Teilnehmenden zusätzlich Unterstützung bei Ernährung und Bewegung, und die Zulassung gilt ausdrücklich in Kombination damit. Wie die Medikamente ganz ohne diese Begleitung wirken, zeigen diese Studien nicht.
Welche Nebenwirkungen sind am häufigsten?
Beschwerden in Magen und Darm, vor allem während die Dosis gesteigert wird. Übelkeit hatten in den Zulassungsstudien 43,9 Prozent unter Semaglutid 2,4 mg (Placebo 16,1 Prozent) und 24,6 bis 33,3 Prozent unter Tirzepatid (Placebo 9,5 Prozent). Die meisten Beschwerden waren leicht bis mittelschwer und gingen vorüber. Seltene, aber ernste Risiken stehen in Abschnitt 9.
Was passiert, wenn man die Abnehmspritze absetzt?
Bei vielen kommt ein großer Teil des Gewichts zurück. Ein Jahr nach dem Ende der Studie STEP 1 hatten die Teilnehmenden rund zwei Drittel des unter Semaglutid verlorenen Gewichts wieder zugenommen. In SURMOUNT-4 nahm die Gruppe, die nach 36 Wochen Tirzepatid auf Placebo wechselte, in den folgenden 52 Wochen im Mittel 14,0 Prozent wieder zu (Abschnitt 6).
Muss ich die Medikamente für immer nehmen?
Das ist offen. Die Absetzstudien zeigen, dass viele wieder zunehmen. Eine pauschale Pflicht zur lebenslangen Einnahme lässt sich daraus aber nicht ableiten.
Gibt es die Abnehmspritze auch als Tablette?
Ja. Seit dem 15. Juli 2026 ist Wegovy in der EU auch als Tablette zum Gewichtsmanagement zugelassen, einmal täglich nüchtern genommen. Orforglipron ist in den USA als Tablette zugelassen, in der EU noch nicht (Abschnitt 13).
Zahlt die Krankenkasse die Abnehmspritze?
Zum Abnehmen in der Regel nicht: Das Sozialgesetzbuch schließt Arzneimittel zur Gewichtsreduktion von der Erstattung aus. Für die Behandlung von Typ-2-Diabetes gelten andere Regeln.
Darf ich in der Schwangerschaft eine Abnehmspritze nehmen?
Nein. Laut Fachinformation sollen Semaglutid mindestens 2 Monate und Tirzepatid mindestens 1 Monat vor einer geplanten Schwangerschaft abgesetzt werden.
Fazit: Wirksam, aber kein Selbstläufer
Die „Abnehmspritze“ ist keine einzelne Therapie, sondern eine Gruppe von Wirkstoffen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Semaglutid wirkt am GLP-1-Rezeptor, Tirzepatid zusätzlich am GIP-Rezeptor, Retatrutid außerdem am Glukagon-Rezeptor. Letzteres ist noch in der Erprobung.
Die Studien zeigen: Bei geeigneten Menschen ist ein erheblicher Gewichtsverlust möglich, für Semaglutid auch ein Nutzen fürs Herz in einer Hochrisikogruppe. Sie zeigen aber genauso, dass Nebenwirkungen häufig sind und das Gewicht nach dem Absetzen oft zurückkommt.
Die wichtigen Fragen der nächsten Jahre lauten deshalb: Wer profitiert von welchem Wirkstoff? Wie lässt sich der Gewichtsverlust halten? Wie bleiben Muskeln und Kraft erhalten? Und was bedeuten die Medikamente langfristig für Gesundheit und Lebensqualität?
Den Überblick behalten, mit oder ohne Medikament
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Quellen
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA): Wegovy (Semaglutid): Übersicht und Produktinformation, Stand 21.09.2026. ema.europa.eu
- EMA: Mounjaro (Tirzepatid): Übersicht und Produktinformation, Stand 21.09.2026. ema.europa.eu
- EMA: First oral GLP-1 treatment for weight management, 22.05.2026. ema.europa.eu
- Novo Nordisk: Zulassung der Wegovy-Tablette und der 7,2-mg-Dosis durch die Europäische Kommission, Pressemitteilung vom 15.07.2026. novonordisk.com
- EMA: PRAC concludes eye condition NAION is a very rare side effect of semaglutide medicines, 06.06.2025. ema.europa.eu
- EMA: Questions and answers: Mounjaro bei obstruktiver Schlafapnoe (Dezember 2024). ema.europa.eu
- EMA: Questions and answers: Mounjaro bei Herzschwäche mit erhaltener Pumpfunktion (30.01.2026). ema.europa.eu
- EMA: EMA alerts EU patients and healthcare professionals to reports of falsified Ozempic pens, 18.10.2023. ema.europa.eu
- U.S. Food and Drug Administration: Foundayo (orforglipron), Zulassung vom 01.04.2026 (NDA 220934). accessdata.fda.gov
- World Health Organization: WHO issues global guideline on the use of GLP-1 medicines in treating obesity, 01.12.2025. who.int
- Wilding JPH et al.: Once-Weekly Semaglutide in Adults with Overweight or Obesity (STEP 1). N Engl J Med 2021. nejm.org
- Wilding JPH et al.: Weight regain and cardiometabolic effects after withdrawal of semaglutide: The STEP 1 trial extension. Diabetes Obes Metab 2022. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
- Jastreboff AM et al.: Tirzepatide Once Weekly for the Treatment of Obesity (SURMOUNT-1). N Engl J Med 2022. nejm.org
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- Look M et al.: Body composition changes during weight reduction with tirzepatide in the SURMOUNT-1 study. Diabetes Obes Metab 2025. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
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- Aronne LJ et al.: Tirzepatide as Compared with Semaglutide for the Treatment of Obesity (SURMOUNT-5). N Engl J Med 2025. nejm.org
- Lincoff AM et al.: Semaglutide and Cardiovascular Outcomes in Obesity without Diabetes (SELECT). N Engl J Med 2023. nejm.org
- Jastreboff AM et al.: Retatrutide, a Triple Hormone Receptor Agonist, for Treatment of Obesity (TRIUMPH-1). N Engl J Med, online 29.09.2026. nejm.org
- Wharton S et al.: Orforglipron, an Oral Small-Molecule GLP-1 Receptor Agonist for Obesity Treatment (ATTAIN-1). N Engl J Med 2025. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
- ClinicalTrials.gov: SURMOUNT-MMO (NCT05556512). clinicaltrials.gov
- Mozaffarian D et al.: Nutritional priorities to support GLP-1 therapy for obesity: a joint Advisory. Am J Clin Nutr 2025. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwert Protein. dge.de
- Pharmazeutische Zeitung: Gericht sieht Abnehmspritze als Lifestyle-Medikament (LSG Niedersachsen-Bremen, L 16 KR 161/26 B ER), 11.05.2026. pharmazeutische-zeitung.de
Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein über den wissenschaftlichen Stand. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Therapieentscheidung. Verschreibungspflichtige Arzneimittel nur nach ärztlicher Verordnung und entsprechend ihrer Zulassung anwenden. Die genannten Studien wurden überwiegend von den Herstellern der Medikamente finanziert.
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0,8 g pro Kilogramm sagt die DGE für die meisten Erwachsenen. Wann du mehr brauchst und was Studien zu Abnehmen und Muskelaufbau zeigen.
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