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Fitness-Tracker: Was sie messen, wie genau sie sind und was sie bringen

Schritte zählen ist nur der Anfang. Uhr, Armband und Handy messen Puls, Schlaf und Herzrhythmus und schätzen deinen Kalorienverbrauch. Manche Werte sind erstaunlich genau, andere kaum mehr als eine grobe Schätzung.

Handgelenk mit schwarzem Fitness-Armband vor einer Wiese und Bergen im Dunst
Foto: FitNish Media / Unsplash

Ein Fitness-Tracker sitzt heute bei vielen am Handgelenk, und selbst wer keinen trägt, hat meist einen in der Hosentasche: Fast jedes Smartphone zählt Schritte. Die Geräte versprechen viel. Sie sollen zeigen, wie aktiv du bist, wie gut du schläfst, wie viele Kalorien du verbrennst und ob dein Herz im Takt schlägt.

Dieser Artikel sortiert, was dahintersteckt: welche Werte ein Tracker wirklich misst und welche er nur schätzt, wie genau sie laut Studien sind, ob Tracker dich tatsächlich bewegen und beim Abnehmen helfen und wo sie mehr Unruhe stiften als nützen. Er ersetzt keine ärztliche Beratung.

1. Was ein Fitness-Tracker ist

Als Fitness-Tracker gilt alles, was deine Bewegung und Körperwerte laufend aufzeichnet: Armbänder, Smartwatches, Ringe und das Smartphone selbst. Die Grundausstattung ist bei fast allen gleich:

  • Beschleunigungssensor: erkennt Bewegungen. Aus dem typischen Muster beim Gehen errechnet das Gerät deine Schritte.
  • Optischer Pulssensor (Fachbegriff Photoplethysmographie): Licht dringt in die Haut, ein Sensor misst, wie sich die Blutmenge darunter mit jedem Herzschlag ändert. Daraus entsteht der Puls.
  • Rechenmodelle: Aus Bewegung, Puls und deinen Angaben wie Alter, Größe und Gewicht berechnet die Software weitere Werte, etwa Kalorienverbrauch oder Schlafphasen.

Der wichtigste Unterschied für dich: Schritte und Puls werden mehr oder weniger direkt gemessen. Kalorienverbrauch, Schlafphasen und viele „Scores“ sind dagegen Schätzungen aus diesen Messungen. Wie gut eine Schätzung ist, hängt vom Rechenmodell ab, das der Hersteller meist nicht offenlegt.

2. Gemessen oder geschätzt: Wie genau sind die Werte?

Zur Genauigkeit gibt es inzwischen viele Studien. Eine Übersichtsarbeit hat 158 Veröffentlichungen zu Geräten von neun Marken ausgewertet (Fuller und andere, 2020). Ihr Fazit: Im Labor messen die Geräte Schritte und Puls genau, aber das hängt von Hersteller und Modell ab. Beim Energieverbrauch war keine Marke genau.

WertWoher er kommtWas Studien zeigen
SchritteGemessen (Beschleunigung)Im Labor meist genau. Ein Handy in Hosentasche, Umhängetasche oder Rucksack lag beim freien Gehen unter 3 % Fehler (Höchsmann und andere, 2018).
PulsGemessen (optisch)Beim Radfahren hatten sechs von sieben Geräten am Handgelenk einen mittleren Fehler unter 5 % (Shcherbina und andere, 2017). In Bewegung ist der Fehler im Mittel 30 % höher als in Ruhe (Bent und andere, 2020).
KalorienverbrauchGeschätztKein Gerät kam unter 20 % Fehler (Shcherbina). Eine Übersichtsarbeit fand bei allen Marken mittlere Fehler über 30 % (Germini und andere, 2022).
SchlafGeschätztSchlaf wird gut erkannt, Wachphasen deutlich schlechter. Die Angaben zu Schlafphasen waren uneinheitlich (Chinoy und andere, 2021).
HerzrhythmusAus dem Puls berechnetHinweis auf möglichen unregelmäßigen Herzschlag, siehe Abschnitt 7.

Ein Punkt verdient Vorsicht: In der Studie von Shcherbina mit 60 Teilnehmenden waren die Fehler bei Männern, bei höherem BMI, bei dunklerer Haut und beim Gehen größer. Eine andere Studie fand dagegen keinen statistisch gesicherten Unterschied zwischen Hauttönen, wohl aber zwischen Geräten und zwischen Ruhe und Bewegung (Bent und andere, 2020). Die Frage ist also nicht endgültig beantwortet.

Merke: Schritte und Puls taugen als Orientierung. Kalorienverbrauch und Schlafphasen sind Schätzungen mit großer Unsicherheit. Und weil ständig neue Modelle erscheinen, sagen ältere Studien über das Gerät an deinem Arm nur begrenzt etwas.

3. Wie viele Schritte am Tag?

Person geht auf einem Waldweg im Morgenlicht zwischen hohen Bäumen
Foto: Jan Huber / Unsplash

Die bekannte Marke von 10.000 Schritten hat wenig wissenschaftliche Grundlage. Das schreiben die Forschenden selbst in zwei großen Auswertungen (Lee und andere, 2019; Paluch und andere, 2022). Untersucht ist inzwischen aber recht gut, wie die Schrittzahl mit der Gesundheit zusammenhängt.

Eine Auswertung von 15 Studien mit 47.471 Erwachsenen zeigt: Das Sterberisiko sank mit mehr Schritten, bei Menschen ab 60 Jahren bis etwa 6.000–8.000 Schritte am Tag, bei Jüngeren bis etwa 8.000–10.000 Schritte. Darüber wurde die Kurve flacher (Paluch und andere, 2022). In einer Studie mit 16.741 älteren Frauen lag dieser Punkt bei rund 7.500 Schritten, und schon etwa 4.400 Schritte waren mit einem niedrigeren Risiko verbunden als etwa 2.700 (Lee und andere, 2019).

Eine neuere Auswertung mehrerer Studien hat zusätzlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Typ-2-Diabetes, Demenz, Depression und Stürze betrachtet (Ding und andere, 2025). Im Vergleich zu 2.000 Schritten am Tag waren 7.000 Schritte zum Beispiel mit einem um 47 % niedrigeren Sterberisiko und einem um 38 % niedrigeren Demenzrisiko verbunden. Die Forschenden halten 7.000 Schritte für manche für ein realistischeres Ziel, 10.000 Schritte bleiben für Aktivere ein mögliches Ziel.

Wichtig: Das sind Beobachtungsstudien. Sie zeigen einen Zusammenhang, aber keinen Beweis, dass die Schritte allein den Unterschied machen. Wer viel geht, ist oft auch sonst gesünder. Die Autorinnen und Autoren nennen solche Störfaktoren ausdrücklich als Grenze.

Die WHO formuliert ihre Empfehlung nicht in Schritten, sondern in Minuten: Erwachsene sollen sich pro Woche 150–300 Minuten mit mäßiger oder 75–150 Minuten mit hoher Intensität bewegen oder beides kombinieren, dazu regelmäßig die Muskeln kräftigen und weniger sitzen. Ein Schrittzähler erfasst davon nur einen Teil: Radfahren, Schwimmen oder Krafttraining zählt er kaum oder gar nicht als Schritte.

4. Kalorienverbrauch: die unsicherste Zahl

Für alle, die auf ihr Gewicht achten, ist ausgerechnet der Kalorienverbrauch die verlockendste Zahl auf dem Display, und zugleich die unsicherste. Eine Auswertung von 60 Studien zeigt: Wie genau Geräte am Handgelenk oder Oberarm den Energieverbrauch schätzen, hängt stark von der Tätigkeit ab, und die Ergebnisse streuen sehr. Geräte, die zusätzlich zur Bewegung den Puls nutzen, lagen in den meisten Tätigkeiten näher am Messwert aus dem Labor (O'Driscoll und andere, 2020).

Bei Fehlern von 20 bis über 30 % (Abschnitt 2) kann aus „500 kcal verbrannt“ in Wirklichkeit deutlich weniger oder mehr werden. Für eine Ernährung, die auf ein bestimmtes Kaloriendefizit zielt, ist das eine große Unbekannte.

Unser Rat: Iss die angezeigten Sportkalorien nicht einfach nach. Wenn dein Kalorienziel schon mit einem Aktivitätsfaktor rechnet, wie im Kalorienrechner, ist deine Bewegung dort bereits enthalten. Zählst du die Tracker-Kalorien noch dazu, rechnest du sie doppelt. Nach einem langen Spaziergang darf es trotzdem ein Snack sein, etwa ein Kräuterquark mit 157 kcal und 25,6 g Eiweiß.

5. Bewegen Tracker dich wirklich mehr?

Uhr am Handgelenk zeigt einen Pokal und die Meldung GOAL
Foto: James Orr / Unsplash

Hier ist die Studienlage erfreulich klar. Eine Übersicht über 39 Übersichtsarbeiten mit zusammen 163.992 Teilnehmenden aller Altersgruppen kommt zu dem Ergebnis: Mit Tracker bewegten sich die Menschen mehr, im Mittel etwa 1.800 Schritte am Tag oder rund 40 Minuten mehr Gehen pro Tag, und sie verloren etwa 1 kg Körpergewicht (Ferguson und andere, 2022). Laut den Autorinnen und Autoren hielt der Effekt über die Zeit an.

Bei Blutdruck, Cholesterin, Langzeit-Blutzucker, Lebensqualität und Schmerzen waren die Effekte dagegen meist klein und oft statistisch nicht gesichert. Eine Metaanalyse kontrollierter Studien bestätigt den Zuwachs an Schritten und an mäßiger bis intensiver Bewegung, fand aber keinen gesicherten Rückgang der Sitzzeit (Brickwood und andere, 2019).

Der Nutzen steckt also weniger in der Präzision als in der Rückmeldung: Wer sieht, dass heute erst 3.000 Schritte auf dem Zähler stehen, geht eher noch eine Runde um den Block.

6. Hilft ein Tracker beim Abnehmen?

Weniger eindeutig. In der IDEA-Studie nahmen 471 junge Erwachsene mit einem BMI von 25 bis unter 40 an einem Abnehmprogramm teil: kalorienreduzierte Kost, mehr Bewegung, Gruppentreffen. Nach sechs Monaten bekam die eine Hälfte ein am Körper getragenes Gerät, das Bewegung erfasste und zurückmeldete, die andere Hälfte protokollierte Essen und Bewegung selbst auf einer Website (Jakicic und andere, 2016).

Nach 24 Monaten hatte die Gruppe mit Gerät im Mittel 3,5 kg abgenommen, die Gruppe ohne 5,9 kg. Bei Fitness, Bewegung und Ernährung unterschieden sich die Gruppen nicht. Die Forschenden folgern, dass solche Geräte gegenüber einem bewährten Abnehmprogramm möglicherweise keinen Vorteil bieten. Warum die Gruppe mit Gerät weniger abnahm, klärt die Studie nicht.

Zusammen mit der Übersicht aus Abschnitt 5 ergibt sich ein stimmiges Bild: Ein Tracker kann dich in Bewegung bringen. Abnehmen entscheidet sich aber vor allem über die Energiebilanz, also auch über das, was auf dem Teller liegt.

7. Herzrhythmus: Hinweis, kein Befund

Viele Uhren werten den Puls auch auf Unregelmäßigkeiten aus, die auf Vorhofflimmern hindeuten können, eine häufige Herzrhythmusstörung. Zwei sehr große Studien, beide von Herstellern finanziert bzw. mit Beteiligung von Herstellern, haben das untersucht:

  • Apple Heart Study (Perez und andere, 2019): 419.297 Teilnehmende ohne bekanntes Vorhofflimmern. 0,52 % bekamen einen Hinweis auf unregelmäßigen Puls. Bei denen, die danach ein EKG-Pflaster trugen, zeigte sich bei 34 % Vorhofflimmern. Kam während des EKGs erneut ein Hinweis, stimmte er in 84 % der Fälle mit Vorhofflimmern im EKG überein.
  • Fitbit Heart Study (Lubitz und andere, 2022): 455.699 Teilnehmende. 1 % bekamen einen Hinweis, bei den über 65-Jährigen 4 %. Im anschließenden EKG zeigte sich bei 32,2 % Vorhofflimmern. Ein erneuter Hinweis während des EKGs stimmte in 98,2 % der Fälle.

Das heißt: Ein Hinweis der Uhr ist ernst zu nehmen, aber kein Befund. Nur bei rund einem Drittel der Gewarnten fand das spätere EKG Vorhofflimmern. In der Apple Heart Study legten die Teilnehmenden das EKG-Pflaster allerdings im Mittel erst 13 Tage nach dem Hinweis an. Erhältst du einen solchen Hinweis oder hast du Beschwerden wie Herzrasen, Schwindel oder Atemnot, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Bei akuten Beschwerden ruf den Notruf 112.

8. Schlaf und die Jagd nach dem perfekten Wert

Schlaf-Tracking ist beliebt, aber besonders unsicher. In einer Studie im Schlaflabor mit 34 gesunden jungen Erwachsenen erkannten die getesteten Geräte Schlaf sehr zuverlässig, Wachphasen in der Nacht dagegen deutlich schlechter. Die Angaben zu Leicht-, Tief- und Traumschlaf stimmten uneinheitlich mit der Messung im Labor überein, und in unruhigen Nächten wurden die Geräte ungenauer (Chinoy und andere, 2021).

Schlafmedizinerinnen und Schlafmediziner aus Chicago beschrieben 2017 Patientinnen und Patienten, die wegen selbst festgestellter Schlafprobleme Hilfe suchten, weil ihr Tracker „leichten“ oder „unruhigen“ Schlaf anzeigte. Sie nannten das Phänomen Orthosomnie: die perfektionistische Suche nach dem idealen Schlaf. Bemerkenswert: Die Tracker-Daten fühlten sich für diese Menschen oft stimmiger an als geprüfte Messverfahren aus dem Schlaflabor (Baron und andere, 2017). Es sind Beobachtungen aus der Praxis. Wie häufig das vorkommt, ist offen.

Ähnliches kann für jede Zahl gelten, die täglich bewertet wird. Wenn dich ein Wert eher unter Druck setzt als motiviert, ist es völlig in Ordnung, ihn auszublenden.

9. Reicht das Handy?

Für Schritte oft ja. In einer Studie mit 20 Personen (18 bis 25 und 45 bis 70 Jahre) zählte ein Smartphone die Schritte beim freien Gehen genau, egal ob es in der Hosentasche, in einer Umhängetasche oder im Rucksack steckte. Die Lage spielte keine Rolle. Ein zweites getestetes Handymodell war allerdings nur bei zügigem Gehen genau (Höchsmann und andere, 2018).

Der Haken liegt im Alltag: Das Handy zählt nur, was du mit ihm gehst. Liegt es zu Hause auf dem Tisch, fehlen diese Schritte. Puls, Herzrhythmus und Schlaf misst es ohne Kontakt zur Haut gar nicht. Wenn dich nur die Schrittzahl interessiert, brauchst du also nicht unbedingt ein zusätzliches Gerät.

10. So nutzt du einen Tracker sinnvoll

  • Auf den Verlauf schauen, nicht auf den Einzelwert. Ob du diese Woche mehr gehst als letzte, sagt mehr als eine Tageszahl.
  • Ein erreichbares Schrittziel setzen. Laut den Studien aus Abschnitt 3 zählt schon der Schritt von wenig zu etwas mehr. 10.000 sind kein Muss.
  • Kalorienverbrauch als grobe Schätzung lesen. Nicht 1:1 nachessen (Abschnitt 4).
  • Schlafwerte gelassen nehmen. Wie ausgeruht du dich fühlst, ist mindestens so aussagekräftig.
  • Herzhinweise ärztlich abklären, statt sie zu ignorieren oder dich verrückt zu machen.
  • Auf deine Daten achten. Puls, Schlaf und Gewicht sind Gesundheitsdaten. Welche Fragen du einer App stellen solltest, steht in unserem Datenschutz-Check.

11. Tracker und Zappixx

Zappixx ist ein Kalorienzähler für die Ernährungsseite: was du isst und trinkst, mit den Werten des Bundeslebensmittelschlüssels. Mit Fitness-Trackern, Apple Health oder Health Connect ist Zappixx derzeit nicht verbunden. Schritte oder Sportkalorien fließen nicht ein.

Und in Zukunft? Wir prüfen gerade, ob sich eine Anbindung an Tracker mit unserem Datenschutzversprechen vereinbaren lässt: kein Konto, kein Zappixx-Server, kein Tracking deiner Daten. Nur wenn das ohne Abstriche geht, kommt sie in einem späteren Update. Ob und wann das passiert, steht noch nicht fest.

Deine Bewegung berücksichtigt Zappixx über den Aktivitätslevel. Die App fragt „Wie aktiv bist du im Alltag?“ und bietet fünf Stufen von „überwiegend sitzend“ bis „körperlich fordernd“. Daraus berechnet sie deinen Tagesbedarf, so wie der Kalorienrechner. Ein Tracker kann dir helfen, deine Stufe ehrlich einzuschätzen: Siehst du über Wochen, dass du dich mehr oder weniger bewegst als gedacht, passt du die Stufe an. Zusätzliche Sportkalorien rechnest du nicht dazu.

Für einen sättigenden Tag nach viel Bewegung findest du im Kochbuch zum Beispiel den Linseneintopf mit Wurzelgemüse (454 kcal, 22,4 g Eiweiß je Portion).

Was noch nicht geklärt ist

  • Aktuelle Modelle: Die meisten Genauigkeitsstudien prüfen Geräte, die heute nicht mehr verkauft werden. Wie genau die aktuellen Modelle sind, ist nur zum Teil untersucht.
  • Alltag statt Labor: Viele Messungen stammen aus dem Labor. Im Alltag mit Hausarbeit, Kinderwagen oder Einkaufstasche kann die Genauigkeit anders ausfallen.
  • Was die Uhr übersieht: Die beiden großen Herzstudien haben untersucht, wie oft ein Hinweis stimmt. Wie viele Menschen mit Vorhofflimmern keinen Hinweis bekommen, war nicht ihre Frage.
  • Schritte als Ursache: Ob mehr Schritte allein die Gesundheit verbessern oder ob gesündere Menschen einfach mehr gehen, können Beobachtungsstudien nicht trennen.
  • Weitere Werte: Viele Geräte zeigen inzwischen auch Blutsauerstoff, Stresswerte oder Hauttemperatur. Studien zu diesen Werten haben wir für diesen Artikel nicht ausgewertet.

Häufige Fragen

Wie genau zählen Fitness-Tracker Schritte?

Im Labor meist genau. Eine Übersichtsarbeit über 158 Veröffentlichungen kommt zu dem Schluss, dass gängige Geräte Schritte unter Laborbedingungen genau messen, abhängig von Hersteller und Modell. Ein Handy in der Tasche lag in einer Studie beim freien Gehen unter 3 % Fehler.

Sind 10.000 Schritte am Tag nötig?

Nein. Die Zahl hat wenig wissenschaftliche Grundlage. In großen Auswertungen sank das Sterberisiko bei Menschen ab 60 Jahren bis etwa 6.000–8.000 Schritte, bei Jüngeren bis etwa 8.000–10.000 Schritte am Tag. Eine neuere Auswertung nennt 7.000 Schritte als realistischeres Ziel für manche.

Kann ich die verbrannten Kalorien vom Tracker nachessen?

Besser nicht 1:1. Kein getestetes Gerät schätzte den Energieverbrauch genau, die Fehler lagen bei 20 bis über 30 %. Rechnet dein Kalorienziel schon mit einem Aktivitätsfaktor, ist deine Bewegung dort bereits enthalten.

Kann ich meinen Tracker mit Zappixx verbinden?

Derzeit nicht. Zappixx berücksichtigt deine Bewegung über den Aktivitätslevel. Ob eine Anbindung an Tracker mit unserem Datenschutzversprechen vereinbar ist, prüfen wir gerade. Ob und wann sie kommt, steht noch nicht fest.

Ersetzt eine Smartwatch das EKG beim Arzt?

Nein. Ein Hinweis auf unregelmäßigen Puls ist ein Anlass, ärztlich nachzufragen. In zwei großen Studien zeigte das spätere EKG nur bei rund einem Drittel der Gewarnten Vorhofflimmern.

Fazit: Guter Motivator, schlechte Waage

Fitness-Tracker können mehr als Schritte zählen, aber nicht alles gleich gut. Schritte und Puls sind brauchbar, Kalorienverbrauch und Schlafphasen sind grobe Schätzungen, Herzhinweise ein Anlass zum Arztbesuch. Ihr größter Nutzen ist erstaunlich einfach: Sie bringen viele Menschen dazu, sich mehr zu bewegen. Fürs Abnehmen bleibt die Ernährung der wichtigere Hebel. Wenn dich die Zahlen eher stressen als motivieren, darf der Tracker auch mal in der Schublade bleiben.

Bewegung messen, Essen zählen

Der Tracker zeigt, wie viel du dich bewegst, Zappixx, was du isst: Kalorien und Eiweiß mit den amtlichen Werten des Bundeslebensmittelschlüssels, ohne Konto und ohne Tracking. Wie viel du am Tag brauchst, zeigt dir der Kalorienrechner. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

Zum Kalorienrechner

Quellen

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  2. Shcherbina A, Mattsson CM, Waggott D und andere (2017): Accuracy in Wrist-Worn, Sensor-Based Measurements of Heart Rate and Energy Expenditure in a Diverse Cohort. J Pers Med 7(2):3. doi.org/10.3390/jpm7020003
  3. Bent B, Goldstein BA, Kibbe WA, Dunn JP (2020): Investigating sources of inaccuracy in wearable optical heart rate sensors. NPJ Digit Med 3:18. doi.org/10.1038/s41746-020-0226-6
  4. Germini F, Noronha N, Borg Debono V und andere (2022): Accuracy and Acceptability of Wrist-Wearable Activity-Tracking Devices: Systematic Review of the Literature. J Med Internet Res 24(1):e30791. doi.org/10.2196/30791
  5. O'Driscoll R, Turicchi J, Beaulieu K und andere (2020): How well do activity monitors estimate energy expenditure? A systematic review and meta-analysis of the validity of current technologies. Br J Sports Med 54(6):332–340. doi.org/10.1136/bjsports-2018-099643
  6. Höchsmann C, Knaier R, Eymann J und andere (2018): Validity of activity trackers, smartphones, and phone applications to measure steps in various walking conditions. Scand J Med Sci Sports 28(7):1818–1827. doi.org/10.1111/sms.13074
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  8. Paluch AE, Bajpai S, Bassett DR und andere (2022): Daily steps and all-cause mortality: a meta-analysis of 15 international cohorts. Lancet Public Health 7(3):e219-e228. doi.org/10.1016/S2468-2667(21)00302-9
  9. Lee IM, Shiroma EJ, Kamada M und andere (2019): Association of Step Volume and Intensity With All-Cause Mortality in Older Women. JAMA Intern Med 179(8):1105–1112. doi.org/10.1001/jamainternmed.2019.0899
  10. Ding D, Nguyen B, Nau T und andere (2025): Daily steps and health outcomes in adults: a systematic review and dose-response meta-analysis. Lancet Public Health 10(8):e668-e681. doi.org/10.1016/S2468-2667(25)00164-1
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  15. Perez MV, Mahaffey KW, Hedlin H und andere (2019): Large-Scale Assessment of a Smartwatch to Identify Atrial Fibrillation. N Engl J Med 381(20):1909–1917. Finanziert vom Hersteller. doi.org/10.1056/NEJMoa1901183
  16. Lubitz SA, Faranesh AZ, Selvaggi C und andere (2022): Detection of Atrial Fibrillation in a Large Population Using Wearable Devices: The Fitbit Heart Study. Circulation 146(19):1415–1424. Mit Autoren des Herstellers. doi.org/10.1161/CIRCULATIONAHA.122.060291
  17. Baron KG, Abbott S, Jao N und andere (2017): Orthosomnia: Are Some Patients Taking the Quantified Self Too Far? J Clin Sleep Med 13(2):351–354. doi.org/10.5664/jcsm.6472

Alle Quellen am 3. November 2026 als Abstract gelesen. Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche Beratung. Zappixx ist kein Medizinprodukt.

Mit KI-Unterstützung erstellt · inhaltlich geprüft und freigegeben von Oliver Ebert am 3. November 2026 · Wie wir arbeiten

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